Susanne Grohs-von Reichen­bach

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Forscherin, Trainerin, Autorin und Digital Business Innovator (zertifiziert): An der Goethe-Universität in Frankfurt und in Frankreich studierte sie BWL und Sprachen, entwickelte bei einem Dax-Konzern die erste Umweltkampagne und arbeitete sowohl im sozialen Bereich als auch im digitalen Start-up.

Warum macht Susanne das?

Die Chancen von Datenschutz und künstlicher Intelligenz z. B. auf dem Arbeitsmarkt beschäftigten mich schon länger als Autorin und Trainerin. Dann las ich, dass es 45 Milliarden Server gibt. Das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen! Es hat „klack“ gemacht: Daten haben eine materielle Seite und hinterlassen einen gewaltigen ökologischen Fußabdruck. Muss ich mich damit einfach abfinden? Meine Antwort: nein.

Wie ging es weiter mit dem „klack“?

Es kam die Forscherin-Phase: Lesen, Veranstaltungen wie Zündfunk Netzkongress besuchen und vor allem ganz verschiedene Menschen fragen, was sie dazu denken. Ein Ergebnis: Daten und ihr ökologischer Fußabdruck sind so etwas wie ein blinder Fleck, wenn wir an unsere digitale Zukunft denken. Ich versuche deshalb, immer besser zu verstehen, wie wir den digitalen Alltag „grüner“ leben können. Dabei ist mir wichtig, dass wir digitale Dienste und Funktionen behalten können, die wir brauchen und wollen. Es geht aber darum, diese „CO₂-leichter“ und ressourcenbewusster zu nutzen. Bei den Grünen München bin ich 2019 Sprecherin des Arbeitskreises Digitalisierung und Gesellschaft, weil ich auch politisch etwas bewegen will. 2019 gründete ich Think Digital Green®.

Was willst du mit der Initiative Think Digital Green® erreichen?

Mein Traum: Wir werden ganz viele, die kiloweise CO₂ vermeiden, Geräte besser nutzen, ihr Wissen teilen und sich gegenseitig inspirieren. Egal ob für den Job oder privat: Unser Fußabdruck zählt jetzt. Das Schöne daran ist: Es ist wirklich einfach, und du kannst praktisch mit jedem Klick etwas beitragen. Dazu brauchen wir aber noch bessere Modelle. Daran arbeiten wir gerade. Die ersten Veranstaltungen sind sehr gut gelaufen – dann kam der Corona-Stopp. Und genau in dieser Zeit hat Enrico entschieden, dass er mitmachen wird. Das ist genial. Sonst würde es z. B. diese CO₂-leichte Website gar nicht geben!