UNSERE GESCHICHTE

WIE THINK DIGITAL GREEN ZU LEBEN BEGANN

So wie bei den Bio-Äpfeln müsste es sein

Noch schnell ein paar Äpfel einpacken. Susanne steht vor den Kisten im Obstregal. Die gelb-roten sehen saftig aus. Bevor sie zugreift, liest sie das Schild. Herkunft: Südamerika. Wieso das? Jetzt ist doch Apfelzeit! Die Kiste daneben verrät, dass regionales Bio-Obst darin ist. Als ein kühler Bodensee-Apfel in ihrer Hand liegt, denkt sie: Wenigstens können wir aussuchen, ob wir Flugobst essen möchten oder nicht. Weil es draufsteht. Genauso müsste es sein, wenn wir Tag für Tag digitale Services wie Video-Konferenzen nutzen. Und dabei den digitalen ökologischen Fußabdruck kleiner machen wollen. Doch wo finden wir die Hinweise dazu wie sie an den Obstkisten stehen?

Farbe macht fröhlich. Think Digtial Green entsteht.

Monate später hat Susanne dazu Leute gefragt, die das wissen könnten. Das Netz einmal auf links gedreht, um die nachhaltigen „Produktschilder“ zu finden. Sie findet es schwierig, zu erfahren, was sie beitragen kann, ohne auf etwas zu verzichten. Geht das andern auch so? Studien und Fachartikel bilden inzwischen einen kleinen Turm.

Wie wäre es, wenn es eine Initiative gäbe, die neues Bewusstsein schafft und das Problem lösen hilft? Die zeigt, welches riesige Klimaschutz-Potenzial hier schlummert! Dazu bräuchte man ein Pop-Up-Fenster auf unseren Displays, um zuverlässig die nachhaltige Alternative zu wählen zu können. Davon träumt sie, während sie ein leuchtendes Logo designt. 2019 ist es soweit: Der Brief vom Amt kommt. Die Marke Think Digital Green® ist genehmigt. Jubelschrei. Der Postbote dreht sich zu ihr um und lacht.

Pioniere sind nicht lang allein

2020 steht die erste Website, denn Enrico Gemsa hat sich dazu gesellt und hat Spaß dabei, diese super CO2-leicht zu bauen. „Stell dir vor, wenn immer mehr Leute wissen, wie einfach es ist, jede Menge Daten, Strom und damit CO2 zu sparen“, sagt der Journalist und Marketing-Manager. Bald sind sie zu viert: Julian Zöschinger und Gianluca Vasallo, beide Umweltingenieure, sind eingestiegen. Sie haben mit respira Earth einen grünen Think Tank und kennen sich mit kühlender Fassaden-Bepflanzung aus. Aus einer Idee wird ein Start-up? So einfach ist es nicht. Das Konzept wird zurecht gezimmert. Doch wie können sie am besten loslegen, in der Corona-Krise? Alle Veranstaltungen wurden abgesagt. War es das Aus? Sie testen neue Formate, werten aus, sammeln weiter Know-how. Alles läuft digital. Nur einmal konnten sie zu viert richtig zusammen sitzen.

In neu entwickelten Online-Session zeigt sich, dass dutzende Besucher*innen mitmachen. Ideen haben, diskutieren und auch kritisch hinterfragen. Ihre persönlichen Gedanken teilen viele inspirierende Menschen in Blogs mit. Das ist großartig und das Team ist dankbar für jeden einzelnen Beitrag. Anfang 2021 hat sich Enrico neuen beruflichen Zielen zugewandt. Das mussten Susanne, Julian und Gianluca verschmerzen. Aber sie gehen mit neuen Partner*innen weiter. Klimaschutz verbindet uns alle, gerade im Netz. Denn zusammen können wir alle digital mühelos Tonnen an CO2 einsparen. Beruflich und privat.

Vielleicht öffnet sich auch irgendwann ein Pop-Up-Fenster, das bequem den Klick zum kleineren Fußabdruck zeigt. So wie das Schild an der Kiste die frischen Bio-Äpfel zeigt.