Unser digitaler Lebensstil ist in der jetzigen Form nicht zukunftsfähig

Jens Gröger, Senior Researcher beim Öko-Institut, hat nachge­rechnet und zieht im April 2020 folgendes Fazit: Durchschnittliche Konsument*innen verursachen „digital“ pro Jahr ca. 850 kg CO₂.


Warte, ich google das mal schnell …

4 Milliarden Menschen nutzen das Internet, um sich zu mit Infos zu versorgen. Dabei ist allein Google mit etwa 3,8 Millionen Suchanfragen pro Minute (2018) dabei. Das braucht Strom, der bei Google nicht immer aus regenerativen Quellen stammt. Jens Gröger, Senior Researcher am Öko-Institut, schätzt, dass eine Suchanfrage 1,45 g CO₂-Emissionen verursacht.


Meine E-Mail und die Plastiktüte

Briefe schreiben, Marke drauf? Verdammt lang her! E-Mailen ist normal – auch wenn die Messenger-Dienste boomen. Schätze mal, wie viele pro Tag versendet und empfangen werden? Es sollen 2020 gut 300 Milliarden Mails pro Tag sein. Da lohnt es sich doch, auch nach dem ökologischen Fußabdruck zu fragen.


„Ich habe mindestens 10.000 E-Mails gelöscht!“

Gestern Abend unterhalte ich mich über dies und das mit einer Freundin, sie ist Studentin. Dann sagt sie plötzlich: „Seit ich von dir weiß, dass E-Mails C0₂ verursachen, hab ich aufgeräumt. Mails gelöscht, die ich seit 2010 im Postfach hatte. Das waren locker 10.000 Stück.


3 Grafiken kleiner gerechnet: 2 Bäume entlastet

Ich koche gerade was zum Mittagessen. Da schreibt Enrico, dass er mit der Optimierung eines Newsletters fast 50 kg C0₂ pro Jahr spart. Diese Menge müssten 5 gesunde Bäume binden. Unser Essen muss warten. Das muss ich mir erklären lassen!


Lieber gemeinsam als einsam

Also jetzt mal ohne die notwendigen Corona-Auflagen gedacht: Einen Film oder die neue Serie streamen macht noch mehr Spaß, wenn man zu mehreren ist. Und das beste dabei: Du schonst damit die Umwelt. Warum? Im Frühjahr 2020 wurde megaviel gestreamt, das ist kein Geheimnis. Riesige Datenpakete wurden allein dafür hin und her gesendet, Energiebedarf und Datenvolumen gingen hoch.